Über uns

Butterfly Youth Foundation“ ist eine registrierte, gemeindenahe Organisation (Community Based Organisation – CBO), die von Patrick Ssebagala im Jahr 2009 als „Butterfly Uganda“ gegründet und 2013 in „Butterfly Youth Foundation“ umbenannt wurde.
Der Gründer hat in früher Kindheit selbst auf der Straße leben müssen und erfahren, wie wichtig Menschen und Organisationen sind, die schutzlose Straßenkinder untersützen.
Butterfly Youth Foundation bildet Kinder und Jugendliche unter Anderem im Bereich Akrobatik aus und bietet ihnen damit die Möglichkeit, ihre individuellen Stärken zu erkennen, Selbstsicherheit zu gewinnen und somit eine neue Perspektive im Leben zu finden. Durch ein nachhaltig gesärktes Selbstvertrauen, können die Kinder schließlich die Herausforderungen des alltäglichen Lebens besser bewältigen.

Die Geschichte des Butterfly-Projektes
Als im Slum lebendes Kind hatte Patrick damals das Glück auf einen Menschen getroffen zu sein, der sich mit Straßenkindern beschäftigte und sie ausbildete. Diese Erfahrung wollte er mit der Gründung des Butterfly-Projektes 2009 weitergeben. Er ging in die Slums und brachte den Kids bei zu jonglieren, Saltos zu machen, Menschenpyramiden zu bauen und sich vor einem Publikum zu präsentieren. Die Kinder fanden schnell Gefallen an den Aktivitäten und freuten sich jedes Mal, wenn Patrick kam und Zeit mit ihnen verbrachte. Patrick schaffte es, für einige dieser Kinder eine Gastfamilie zu finden. Die Kinder im Slum sind meist obdachlos, elternlos oder ihre Eltern haben nicht die Kraft und Mittel für sie zu sorgen. In manchen Fällen spielt auch häusliche Gewalt eine Rolle, wenn Kinder entscheiden ihr Zuhause zu verlassen und mit anderen Kindern auf der Straße zu leben.

Im Jahr 2012 machte Sarah, eine Amerikanerin, einen Freiwilligendienst bei „Butterfly Uganda“. Bewegt durch ihre Erfahrungen in Uganda und in Anerkennung für Patricks Engagement und die Geschichten der Kids bei Butterfly sammelte sie nach ihrer Rückkehr in die USA Spendengelder. Von diesem Geld konnte Patrick die Miete für ein Haus im Stadtteil Kosovo (Kampala) zahlen. Zu Beginn des Jahres 2013 konnte er 16 Kinder, die er durch das Projekt kennengelernt hatte, unterbringen. Gerne würde er noch mehr Kindern ein Zuhause bieten, jedoch ist er durch die finanzielle Situation eingeschränkt. Alle Kinder, die in dem Projekthaus wohnen, gingen 2013 wieder zur Schule. Patrick zahlte die Schulgebühren durch sein Gehalt, das er bei „In Movement“ verdiente. Jedoch sind die Gehälter in Uganda sehr niedrig und es ist eigentlich kaum möglich, davon mehr als sich selbst zu finanzieren. Manchmal haben er und die Kinder aus dem Projekt Glück und sie finden jemanden, der etwas spendet.

Durch Aktivitäten wie Akrobatik, Zirkus, Capoeira, Boxen, Beatbox und Street Painting lernen die Kinder ihre Talente kennen und entwickeln ihre Begabungen. Lukas Geschwind, ein Straßenkünstler aus Deutschland, hatte im April und Mai 2013 mit den Kindern aus dem Projekt ein Straßentheater eingeübt, welches sie unter anderem auf dem „LaBa Art Festival 2013“, organisiert vom Goethe-Zentrum in Kampala, aufgeführt haben. Das Theaterstück „Walk in Wonder World“ wurde in kürzester Zeit eingeübt und ein großer Erfolg. Danach tourten die Kinder zusammen mit Lukas durch Uganda und führten ihre Show auf. 2014 ist eine zweite Show, „The Lion King“, erarbeitet worden. Beide ca. 1-stündige Shows können für private oder öffentliche Veranstaltungen gebucht werden. Das Geld, was für die Aufführung der Shows verdient wird, kommt direkt dem Butterfly-Projekt und damit den Kindern zugute. Als oberste Priorität gilt, jedem Kind die Schulbildung zu finanzieren.

„Be you in life“ – das Motto von Butterfly
„Be you in Life“: “Sei du selbst“ – niemand kann sein wie du, und du kannst niemand anderes sein. Den Kindern wird es in dem Projekt ermöglicht, ihre Talente weiterzuentwickeln und gemeinschaftlich ihre Charaktere auszuleben. Sie übernehmen Verantwortung im Rahmen ihrer Show und sorgen sich um die anderen Kinder im Projekt. Dadurch erlernen sie wichtige soziale Kompetenzen und erfahren ein Familienleben, welches sie so vorher als Straßenkinder nicht gelebt haben. Die Kids lernen sich zu präsentieren, mit ihren Begabungen gemeinsam aufzutreten und somit finanziell zum Projekt beizutragen.

Patrick hat den Namen „Butterfly“ bewusst gewählt, da er seine eigene Entwicklung mit dem Lebenszyklus des Schmetterlings vergleicht: aus einer Larve wird ein wunderschöner bunter Schmetterling. Der Name soll symbolisch für die Entwicklung eines jedes Butterfly-Kindes stehen.